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Der frisch zum König von Bayern gekrönte Ludwig II. sieht seine vornehmste Aufgabe darin, die Kunst zu fördern. Ganz besonders fasziniert ihn die Opernmusik Richard Wagners, den er an sich zu binden hofft. Ludwig schert sich nicht einmal um die Vorbehalte gegen sein Idol, das durch eine revolutionäre Vergangenheit und seinen Eigennutz ins Gerede gekommen ist. Eine tiefe Zuneigung fühlt der König außerdem zu Elisabeth „Sissi“ von Österreich, die jedoch nicht auf seine Avancen eingeht. Stattdessen willigt Ludwig in die politisch motivierte Verbindung mit deren Schwester Sophie ein, befreit sich aber wieder davon, als er Sophies aufrichtige Gunstbezeugung missversteht. Auch mit Wagner, der ein ehebrecherisches Verhältnis unterhält, kommt es zum Bruch. Ludwig flüchtet sich immer mehr in eine eigene Märchenwelt und lässt kostspielige Schlösser bauen. Der Welt entrückt, lebt er nur für die Kunst und vergnügt sich mit jungen Männern. Kritik an seinen zu hohen Ausgaben ist längst laut geworden. Dann wird der König für geisteskrank erklärt und von einer Kommission in Haft genommen.
Es gab 3 Versionen des Films: 1. die von Regisseur Visconti vorgesehene knapp 4-stündige Version, die von den Produzenten gekürzt wurde und 2. zur deutschen Kinofassung mit ca. 185 Min. Spielzeit wurde. 3. diese wiederum wurde um weitere ca. 55 Min gekürzt, indem die Stellen über Ludwigs Homosexualität herausgeschnitten wurden (sog. zensierte Kinofassung). Schließlich wurde die ca.235-minütige Fassung Ende der 1970er Jahre wieder herstellt und hier veröffentlicht.
Erstveröffentlichung in Deutschland: 18.01.1973
Trailer/Ausschnitt: