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Vorurteil und Stolz

Originaltitel: Fördom och stolthet – En queer filmhistoria

Apple TVAmazon

2021

Dokumentation

99Min

schwedisch, mit dt. Untertiteln

ab 16 Jahren

lesbische Hauptrolle, schwule Hauptrolle, bisexuelle Hauptrolle, tiq+ Hauptrolle

Der schwedische Stummfilm „Ikarus“ (1916) von Mauritz Stiller erzählt andeutungsreich von der Liebe zwischen einem schwulen Bildhauer und seinem Model – und gilt als eines der ersten Zeugnisse des queeren Kinos überhaupt. Stiller entdeckte auch Greta Garbo, die im Hollywood der 1920er und 30er Jahre mit Crossdressing und sexuell ambigen Figuren zum ersten queeren Leinwandstar wurde. In den Filmen von Ingmar Bergman finden sich vor allem Beispiele von unterdrückter Homosexualität. Vilgot Sjöman hingegen zeigte 1977 in seinem Film „Tabu“ sogar eine Pride-Parade. Eva Beling hat sich in den schwedischen Filmarchiven auf die Suche nach queeren Geschichten, Figuren und Momenten gemacht – und eine ganze Schatztruhe geborgen, mit der sie die Entwicklung von den Anfängen bis zu Filmen wie „Something Must Break“ (2014) und „Als wir tanzten“ (2019) nachzeichnet. Ihr spektakuläres Archivmaterial ergänzt sie durch aufschlussreiche Interviews mit Regisseur:innen, Schauspieler:innen und Filmwissenschaftler:innen. Belings rebellische Neulektüre einer ganzen nationalen Kinematographie im Dienste der queeren Sichtbarkeit setzt ein fantastisches Beispiel: Jedes Land sollte seinen eigenen „Vorurteil und Stolz“ haben!

Erstveröffentlichung in Deutschland: 08.09.2022

Trailer/Ausschnitt: